Okzitanien taucht in keinem Lexikon, auf keiner Landkarte auf. Okzitanien bildet keine politische Einheit und war auch niemals in der Vergangenheit ein einheitliches politisches Gebilde.
Okzitanien ist das Gebiet, wo die okzitanische Sprache gesprochen wird - ein Name erinnert daran: das Languedoc, die 'langue d'oc'.
Das okzitanische Sprachgebiet macht etwa das südliche Drittel Frankreichs aus (ca. 12 Millionen Einwohner) und umfaßt die Genzen der historischen Landschaften Languedoc und Provence, die ehemalige Grafschaft Nizza, das Limousin, die südliche Hälfte der Dauphiné, die Auvergne und Gascogne und den ehemaligen Pyrenäen-Staat Bearn. Außerdem wird Okzitanisch in den Piemontalpen Italiens und in einer Gemeinde Kalabriens (Guardia Piemontese) sowie in einem Tal innerhalb Kataloniens (La Val d'Aran) gesprochen, wo es trotz sehr geringer Sprecherzahl sogar offiziellen Status hat. Dort wurde es von der UNESCO zum schützenswerten Kulturgut der Menschheit erklärt. Wieviele Sprecher des Okzitanischen insgesamt existieren, ist nicht bekannt, da bei den Volkszählungen in Frankreich, wo sich die Mehrzahl der Okzitanischsprecher befindet, die Muttersprache der Staatsbürger nicht berücksichtigt wird. Bei einer vorsichtigen Schätzung kann man von etwas mehr als einer Millionen aktiver Sprecher ausgehen.