"Un Pont de Mar Blava" (Eine Brücke aus blauem Meer) ist ein musikalisches Werk, das auf Originaltexten von Miquel Marti i Pol und Lluís Llach basiert. Darin werden multikulturelle Klang- und Sprachräume benutzt, die alle mit dem Mittelmeerraum verbunden sind. Dies geschieht nicht mit nostalgischem Blick zurück in die Vergangenheit, sondern als Zukunftsgesang über das Zusammenleben und die Solidarität der Völker rund um das Mittelmeer.
Die Autoren wollen ein Fenster der Hoffnung auf die Zukunft der Menschen und Völker öffnen, die durch dieses Meer geprägt werden.
Im diesem Augenblick, in dem die Trennung zwischen Nord und Süd die schöne Mitte seiner Wasser zerreißt und die Funktion als Brücke verzerrt, die es immer war.
In diesem Augenblick, in dem im Osten des Meeres Krieg zwischen Nachbarn, unseren Nachbarn, geführt wird und unschuldige Menschen getötet werden.
Lluís Llach mit Amina Alaoui und Nena Venetsano im Palau Sant Jordi (Barcelona) im November 1993: "Un Pont de Mar Blava" (Teil 2, 'Hauptprogramm')
Im diesem Augenblick, wo Fremdenhass und Egozentrik in unser Haus Europa einziehen und wir mit Argwohn gen Süden sehen, gesetzliche und polizeiliche Mauern errichten, die dafür verantwortlich sind, dass in der Meeresenge von Gibraltar gekenterte Booten treiben, mit vielen verschwundenen Immigranten, deren Zahl niemand weiß.
Für all diese wollen die Autoren das Recht des Unterschieds besingen und die Lust der Vermischung, vielleicht die einzigen Wege, auf denen jedwedes Zukunftsprojekt noch möglich ist.
So haben sie geträumt - von einer Brücke aus blauem Meer